• Obwohl Solarworld etwa 1 Mrd. EUR Schulden hat und überschuldet ist (nach früherem, jahrelang gültigem Recht wohl strafrechtlich relevante Insolvenzverschleppung), wies der selbst ernannte Sonnenkönig Asbeck eine Insolvenz bis jetzt immer wortgewaltig weit von sich. Heute steht in www.boersen-zeitung.de, dass Finanzvorstand Philipp Koecke eine Insolvenz in Betracht zieht. Eine Abwendung wäre nur dann möglich, wenn sowohl Anleihegläubiger als auch Aktionäre auf einen Großteil ihres Geldes durch entsprechende Beschlüsse verzichten.
    Während die „gewöhnlichen“ Altaktionäre von einem Bezugsrecht ausgesperrt würden, stellt sich Asbeck, nachdem die anderen geblutet haben, gegenüber den anderen Aktionären nach dem Bericht der Wirtschaftswoche vom 6. Juli 2013 beim Schuldenschnitt um den Faktor 18 besser!
    Der heutige Vorwurf der Dumpingpreise stimmt so nicht. Im Februar 2012 nannte Asbeck noch die Wahrheit: „Wir werden einen massiven Abbau von Arbeitsplätzen sehen. Zehntausende von Stellen stehen auf dem Spiel.“ Dies war für den Fall, dass die EEG-Kürzung kommt – und sie kam. Und durch die bleibende Renditeerwartung der Kunden kamen die Modulpreise unter Druck. Asbeck schwenkte um, früher lieferte China günstige Module zum Verkauf unter der Marke Solarworld – nun musste China ausgeschaltet werden, damit Solarworld im geschrumpften Markt eine Überlebenschance hat.
    Da Rösler, Altmaier, Oettinger usw. für Atomkraft und Fracking bzw. gegen Photovoltaik kämpfen, lieferte Asbeck der EU mit dem Ruf nach einem EU-PV-Schutzzoll einen willkommenen Grund. Oft muss auswärts günstiger als im Heimatmarkt verkauft werden, um ein Geschäft zu machen. Im Amtsblatt der EU steht, dass die Importpreise aus China 26 % unter den Verkaufspreisen der EU-Modulhersteller lagen. Der Schutzzoll von 11,8 % zwischen 6. Juni und 6. August wäre insofern schlüssig. Durch die seit März geltende Drohung – Schutzzoll bis 67,9 %, die ab 6. August nach derzeitige Rechtslage gilt, liegt dann der Preis für Module aus China aber weit über dem Preis von Modulen aus der EU! Da 80 % der Module aus China kommen, soll so Photovoltaik verhindert werden.
    „Eine Mitschuld des Vorstands an der aktuellen Krise sieht Koecke nicht.“ Schön ist, wenn man sich selbst kontrolliert. Herr Dr. Recktenwald ist Rechtsanwalt und Partner der Sozietät Schmitz Knoth Rechtsanwälte, die den SolarWorld Konzern anwaltlich berät. Zugleich ist Dr. Recktenwald Aufsichtsratsvorsitzender. In § 111 Abs. 1 des deutschen Aktiengesetzes steht: „Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung zu überwachen.“ Bei Solarworld würde der Aufsichtsratsvorsitzende im Falle einer Kritik sich selbst kritisieren, da er dem Vorstand zuvor Empfehlungen gegeben hat.

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    Solarworld zieht Insolvenz in Betracht

    auf News im Internet publiziert am 20. Juli 2013 in der Rubrik Finanzen
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