• Fitnessstudio-Mitglieder dürfen nach neuem Urteil des Bundesgerichtshofs jederzeit aus einem wichtigen Grund kündigen. Ein Attest das die Untauglichkeit für den Fitnesssport bestätigt reicht aus.

    BildGroßer Andrang in den Fitnessstudios jedes Frühjahr: Über 7,6 Millionen deutsche trainierten noch letztes Jahr in einem der über 8000 Fitness Studios in Deutschland. Viele binden Ihre Kunden langfristig an Ihr Studio oder versuchen dies zumindest. Doch die Zeiten ändern sich. Was, wenn man krank wird, ein Umzug ansteht oder das Studio keinen ausreichenden Service mehr anbietet bzw. wegen Corona dauerhaft geschlossen bleibt?

    Ein vorzeitiger Ausstieg aus dem teuren Vertrag wurde bislang nur selten akzeptiert. Jetzt hat der Bundesgerichtshof (BGH) erstmals für Klarheit gesorgt: Wer wichtige Gründe hat, kann jederzeit früher kündigen (Aktenzeichen: XII ZR 42/10). Auch andere Knebel-Klauseln sind nicht mehr immer durchsetzbar.

    Raus darf, wer die Leistung nicht mehr nutzen kann

    Grundsätzlich gilt heute: Raus darf, wer die Vertragsleistung nicht mehr nutzen kann, auch wenn er wollte, und einen wichtigen Grund für die Sonderkündigung parat hat. Die Frage hierbei ist jedoch: Was ist eigentlich „wichtig“?

    Dazu zählt nach Auffassung des Bundesgerichtshofs (BGH) in erster Linie eine ernsthafte Erkrankung. Eine Auskunftspflicht über die genaue Krankheit oder die Symptome besteht jedoch nicht. Ein ärztliches Attest, das die Untauglichkeit für den Fitnesssport allgemein bestätigt, muss dem Studio reichen. So muss bei einem Corona positiven Test vom Arzt nur ein entsprechendes Untauglichkeitsattest ohne genauere Angaben zu den Gründen ausgestellt werden.

    Schwangere dürfen hingegen von einem sogenannten Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Mit Vorschlägen zum zeitweisen Aussetzen des Vertrags müssen sie sich in diesem Fall nicht zufrieden geben.

    Bei Inhaberwechsel keine vorzeitige Kündigung

    Auch ein Umzug kann ein wichtiger Grund sein, wie bereits andere Gerichte entschieden. Ändert das Fitnessstudio seinen Standort, darf es seinen Kunden eine außerordentliche Kündigung nicht verweigern – selbst wenn das im Vertrag ausgeschlossen wird oder wenn es nur innerhalb des Stadtgebiets seine Räumlichkeiten wechselt (Aktenzeichen: Oberlandesgericht Hamm, 17 U 109/91). Wechselt nur der Inhaber gibt es jedoch keinen Grund für eine vorzeitige Kündigung.

    Wechseln jedoch Sie Ihren Wohnort, kommen Sie in den meisten Fällen problemlos aus dem Vertrag, sobald er weitere Anfahrtswege in Kauf nehmen müssen. Aktenzeichen: Oberlandesgericht Frankfurt, 6 U 164/93.

    Auch grundlegende Änderungen im Angebot können zur Kündigung berechtigen, wie Ferner betont. Zum Beispiel, wenn die Öffnungszeiten stark zusammengestrichen werden oder deutlich weniger Geräte zur Verfügung stehen.

    Da hilft es dem Studio auch nicht, dass im Vertrag Klauseln stehen wie „Änderungen vorbehalten“. Eine solche Klausel ist zu pauschal und damit unwirksam (Aktenzeichen: Landgericht Heidelberg, 5 O 137/98).

    Wenn jedoch die Lust am trainieren nachlässt

    Wer keine wichtigen Gründe für ein vorzeitiges Ende, aber keine Lust mehr zum trainieren hat, sollte rechtzeitig einen Blick in das Kleingedruckte werfen. Falls der Kunde vergisst zu kündigen verlängern sich die meisten Verträge automatisch! Um mehr als sechs weitere Monate dürften sie aber nicht verlängert werden. Die meisten Verträge haben eine Mindestlaufzeit von zwei Jahren. Die BGH-Richter hatten bisher keine Beanstandung an den Vertragslaufzeiten.

    Kündigungsfristen von einem Monat oder drei Monaten vor Vertragsende sind rechtlich in Ordnung. Jene Klauseln, wonach nur einmal jährlich zu einem bestimmten Termin gekündigt werden darf, sind dagegen immer unwirksam.

    Sollten Sie aus einem der genannten Gründe oder auch fristgemäß Ihr Fitnessstudio verlassen wollen, können Sie dies nun online tun. Wählen Sie aus über 50.000 rechtssicheren Vertragsvorlagen und kündigen Sie mit vorgefertigten Vorlagen in einer Minute unter exabo.de. Exabo ist der günstigste Anbieter. Sie zahlen für eine vollautomatische Kündigung mit Protokoll-Versand an Ihre Email-Adresse nur unwesentlich mehr als mit dem Gang zur Post und müssen dabei nicht Ihr Haus verlassen.

    Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

    General Informatics
    Herr Rico Redivo
    Fijewo 58a
    14-260 Lubawa
    Polen

    fon ..: 01739520000
    web ..: https://www.general-informatics.com
    email : r.redivo@general-informatics.com

    Pressekontakt:

    General Informatics
    Frau Maria Sedecki
    Fijewo 58a
    14-260 Lubawa

    fon ..: 01739520000
    web ..: https://www.exabo.de
    email : pr@exabo.de


    Disclaimer: Diese Pressemitteilung wird für den darin namentlich genannten Verantwortlichen gespeichert. Sie gibt seine Meinung und Tatsachenbehauptungen und nicht unbedingt die des Diensteanbieters wieder. Der Anbieter distanziert sich daher ausdrücklich von den fremden Inhalten und macht sich diese nicht zu eigen.

    Jetzt raus aus dem Fitnessvertrag. Zuhause trainiert es sich entspannter!

    auf News im Internet publiziert am 29. März 2021 in der Rubrik Presse - News
    Artikel wurde 2 x angesehen
    Bitte beachten Sie, dass für den Inhalt der hier veröffentlichten Meldung nicht der Betreiber von News-im-Internet.de verantwortlich ist, sondern der Verfasser der jeweiligen Meldung selbst. Weitere Infos zur Haftung, Links und Urheberrecht finden Sie in den AGB.

    Sie wollen diese News verlinken? Der Quellcode lautet:



    News im Web, News, News lesen, informieren, News schreiben
    News die ankommen, im Web, News im Internet, Nachrichten
    News veröffentlichen, Werbung online, Pressemitteilungen
    Content Plattform, Imagewerbung, Pressemitteilungen lesen, Pressetexte
    Pressemitteilung, Pressetexte schreiben, Pressemitteilung schreiben
    Öffentlichkeitsarbeit, Public Relation, Pressearbeit